Geschichte des Posaunenchores

Der Posaunenchor der Wicherngemeinde wurde 1977/1978 von dem  damaligen Gemeindepastor Hartmut Padel gegründet. Der äußere Anlass für diese Gründung war, dass Hartmut Padel im Keller des Wichernpfarrhauses einige Blechblasinstrumente entdeckte. Vom Gemeindediakon Ulrich Böß erfuhr er, dass dieser bereits einen leider nicht sehr erfolgreichen Versuch der Gründung eines Posaunenchores unternommen hatte. Die jungen Leute waren enttäuscht, dass das Blasen nicht so leicht und schnell zu erlernen war, wie sie sich das vorgestellt hatten. So verloren sie bald die Lust. Bereits in den 60er Jahren hatte sich Dr. Christoph Mühle mit Unterstützung vom damaligen Landesposaunenwart Manfred Glowatzki um den Aufbau eines Posaunenchores in Lehndorf bemüht. Allerdings schlossen sich die Bläser anderen Chören an, als er aus beruflichen Gründen nach München zog.

Die Gründung von Hartmut Padel erwies sich aufgrund glücklicher Gegebenheiten als dauerhaft, so dass der Chor heute noch existiert. Zeitweise verstärkte eine kleine Gruppe der Reformierten Gemeinde Veltenhof den Wichernchor. Nach Auflösung des Posaunenchores der St. Magni-Gemeinde schlossen sich die verbliebenen Bläser dem Wichernchor an und blasen dort auch heute noch mit. Im Jahre 1993 übergab Hartmut Padel die Chorleitung an Kathrin Hustedt, die den Chor seitdem leitet. Mit Unterstützung von Harmut Padel, Fritz Giesler und Peter Hinrichs wurde 1996 eine Anfängergruppe ins Leben gerufen. Aus dieser Anfängergruppe blasen heute noch 2 Posaunistinnen im großen Chor mit.

1998 feierte der Posaunenchor der Wicherngemeinde sein 20-jähriges Jubiläum. Am Festkonzert wirkten zusätzlich der Posaunenchor der Partnergemeinde Nazareth aus Dresden und der befreundete Posaunenchor St. Martini aus Braunschweig mit. Mit diesem Jubiläum beendete Hartmut Padel seine aktive Posaunenchor-Laufbahn, die genau 60 Jahre vorher begonnen hatte. Aber auch danach stand er noch für gelegentliche Aushilfen zur Verfügung.

Nach dem Erfolg der Anfängergruppe aus dem Jahre 1996, wurden 1999 erneut Interessenten gesucht. Es fand sich eine Gruppe von 11 Personen (Erwachsene und Kinder) zusammen, die beim musikalischen Epiphanis-Gottesdienst im Jahre 2000 bereits das erste Mal mitgespielt haben. Im Sommer 2001 sind noch 2 Anfänger zu unserem Chor gestoßen, die schnell in die Nachwuchsgruppe integriert werden konnten. Von der Nachwuchsgruppe ist inzwischen nur noch ein Bläser dabei, der inzwischen von der Posaune zur Tuba gewechselt hat.

Im Jahr 2003 hat der Posaunenchor sein 25jähriges Bestehen gefeiert. Dieses Fest fand am letzten Juni-Wochenende (28. und 29. Juni) statt. Bläser aus unserm Partnerposaunenchor der Nazareth-Gemeinde in Dresden und aus dem Braunschweiger Posaunenchor St. Martini haben mitgewirkt. Am Samstag wurden Ständchen an verschiedenen Stellen in der Gemeinde (in Lehndorf und im Kanzlerfeld) gegeben. Abends wurde nach einer Probe gemeinsam gefeiert; an diesem Bunten Abend gab es viele nette Einlagen...
Am Sonntag fand ein Bläsergottesdienst mit viel Musik in der Wichernkirche am Saarplatz statt. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurden unsere "jüngsten" Bläser Anne und Manfred Matzke vom Landesposaunenwart Siegfried Markowis mit dem bronzenen Bläserzeichen geehrt.

Seit dem 2. März 2004 probt dienstags die neue Anfängergruppe. Es haben sich 16 Interessenten gefunden, die gerne Trompete oder Posaune lernen möchten. Diese neue Gruppe setzt sich aus Erwachsenen und Kindern, Männern und Frauen bzw. Jungen und Mädchen zusammen.

Am 23. Mai 2004 fand in der Kreuzkirche in Lehndorf ein besonderer Gottesdienst statt. Mitglieder des Kulturkreises der Kreuzgemeinde lasen Texte des im Jahre 1968 ermordeten Bürgerrechtlers und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King. Die musikalische Umrahmung übernahmen der Kirchen- und Gospelchor der Kreuzgemeinde unter der Leitung von Ruth Fiedler und der Posaunenchor der Wicherngemeinde. Zur Aufführung kamen nicht nur Gospel- und Spiritualstücke, sondern auch einige Ragtimes für Blechbläser.

Am 12.  und 13. Juni 2004 fand in der Wichernkirche bzw. in der Dankeskirche am Tostmannplatz eine Abendmusik statt. Diese Abendmusiken wurden von dem Posaunenchor der Dankeskirche unter der Leitung von Christine Hanstein und dem Posaunenchor der Wicherngemeinde gestaltet. Musik aus verschiedenen Jahrhunderten erklang: Doppelchörige Werke, sowie Stücke nur für Trompeten bzw. Posaunen, aber auch etwas zum Mitsingen. Es war die erste Kooperation dieser beiden Posaunenchöre.

Die Anfänger wurden im Rahmen des Epiphaniasgottesdienstes 2005 mit dem bronzenen Bläserzeichen geehrt. Die Anfängergruppe bestand nach dem ersten Jahr noch aus 12 Bläserinnen und Bläsern. Aus dieser Gruppe spielen noch 8 Bläser (5 Trompeten und 3 Posaunen) im großen Chor mit.

Vom 21. Bis 23. September 2007 waren wir mit einer kleinen Abordnung zu Besuch bei unserem Partnerposaunenchor Gruna-Seidnitz in Dresden.

Vom 1. bis 4. Mai 2008 feierte unser Partnerposaunenchor Dresden Gruna-Seidnitz sein 75jähriges (Gruna) und 55jähriges (Seidnitz) Bestehen. Unser Posaunenchor feierte, gemeinsam mit den anderen Partnerchören aus Blaubeuren, Fleestedt und München, mit. Nach dem Himmelfahrtsgottesdienst im Pfarrgarten in Ölper machten wir uns auf den Weg. Das Fest in Dresden war mit viel Bläserei verbunden, es gab aber auch Zeit für touristische Aktivitäten wie z. B. einen Ausflug in die sächsische Schweiz oder eine Dresdner Stadtbesichtigung. Neben gemeinsamen Proben mit ca. 40 Bläserinnen und Bläsern, einem Bläserkonzert am Samstag und einem Gottesdienst am Sonntag, haben wir auch in der Parkeisenbahn im Großen Garten und am bzw. auf dem Carolasee geblasen. Am Samstagabend wurde gegrillt und spontan auf dem Kirchhof in Seidnitz musiziert. Bei herrlichem Wetter waren die vier Tage bei den gastfreundlichen Dresdnern ein sehr schöner Besuch.

Am Wochenende 27./28. September 2008 feierte der Wichernposaunenchor sein 30jähriges Bestehen. Die Feier begann am Samstag, 27. September mit einem "Festlichen Bläserkonzert" in der Wichernkirche. Und am Sonntag, 28. September wurde in der Wichernkirche ein Festgottesdienst mit viel Musik gefeiert. Zu unserem Jubiläum hat auch unser Partnerposaunenchor aus Dresden mitgefeiert. Das war insgesamt ein gelungenes Wochenende.

Am 14. September 2010 hat eine neue Anfängergruppe begonnen. Insgesamt haben sich 13 Interessenten gefunden, eine gemischte Gruppe aus Erwachsenen und Kindern. Davon lernen 6 Trompete und 7 Posaune zu spielen. Im Februar haben 2 Jungbläser aufgehört. Am 3. April 2011 wurden die engagierten 11 Jungbläser der Gemeinde vorgestellt. Bei einem Taufgottesdienst haben die Jungbläser, teilweise gemeinsam mit dem großen Chor, ihrer ersten öffentlichen Auftritt gut gemeistert. Zwischendurch gab es in der Jungbläsergruppe leichte Veränderungen: im Herbst 2011 haben 3 Jungbläser aufgehört, dafür sind zwei neue Bläser von Martin-Chemnitz / St. Markus zu uns gekommen.

Nach den Sommerferien 2011 sind zwei Posaunisten zu uns gekommen: Max Bodlien und Lukas Kowalsky. Sie haben zwei Jahre in der Schule Posaune gelernt und haben Spaß im Posaunenchor mitzuspielen. Leider haben sie inzwischen aufgehört.